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WUNSCHDENKEN (2)

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(Originaltitel: Wishful Thinking)

["(2)" weil es kürzlich schon mal einen Blogartikel von Frank Davis mit demselben Titel gab.]

"Ich habe die Erlaubnis von Professor Peter Diggle, dem Präsidenten der Königlichen Statistischen Gesellschaft [Royal Statistical Society, im Folgenden mehrfach: RSS] erhalten, unsere jüngste Korrespondenz zu veröffentlichen. Also hier ist sie, abzüglich der Höflichkeiten am Anfang und Schluss. Das hier sandte ich ihm zu:

'Ich schreibe Ihnen in Ihrer Eigenschaft als derzeitiger Präsident der Royal Statistical Society. Ich selbst bin bloß ein englischer Rentner, zunehmend verwirrt und bestürzt von der anscheinend exponentiell steigenden Anzahl von Gesundheitswarnungen, die mehr oder weniger täglich in den Medien erscheinen.
Zum Beispiel brachte die BBC gestern eine Geschichte über verarbeitetes Fleisch:
»Verarbeitete Fleischwaren - wie Speck, Wurst und Schinken - verursachen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Krebs.
In deren Bericht heißt es, 50g verarbeiteten Fleischs pro Tag - weniger als zwei Scheiben Speck - erhöhe die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Dickdarmkrebs um 18%.
Inzwischen heißt es, rotes Fleisch sei 'wahrscheinlich krebserregend', aber es gäbe nur beschränkt Beweise dafür.«
[...]
Meine Frage an Sie lautet: Meinen Sie nicht, dass eine erhebliche Gefahr darin besteht, dass die gesamte Statistikwissenschaft von der Fülle solcher Horrorgeschichten in Verruf gebracht wird? Ich für meinen Teil beachte sie allesamt überhaupt nie und kenne auch niemanden, der das täte. Meiner Erfahrung nach greift der Zusammenbruch des öffentlichen Vertrauens in diese Art epidemiologischer Studien immer weiter um sich.
Ich besuchte heute die Webseite der RSS in der vagen Hoffnung, dass sich die Gesellschaft von der gegenwärtige Panikmache distanziere. [...]
Aber ich hoffe, dass Sie möglicherweise tatsächlich mit meinen Bedenken übereinstimmen, zumal Sie eine Pizzeria unter Ihren Lieblingsrestaurants angeben und ich stark vermute, dass Sie weder daran glauben, Sie seien mozzarellasüchtig, noch daran, sich mit Salami, Speck oder Schinken, mit denen diese schmackhaften Gerichte oft belegt sind, umzubringen.'

Prof. Diggle antwortete darauf:

'Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, und es ist kein neues Problem. Es rührt vielmehr von einer mehrjährigen (und ich vermute, vorsätzlichen) Unfähigkeit von Journalisten (und anderen) her, zwischen starken Beweisen für eine Auswirkung und Beweisen für eine starke Auswirkung zu unterscheiden.
Man muss mich nicht davon überzeugen, dass sich aus genügend Erhebungsmaterial eine breite Reihe signifikanter Gesundheitsunterschiede ergeben wird zwischen Menschen, die verarbeitetes Fleisch essen oder nicht, aber ich würde davon ausgehen, dass das Ausmaß dieser Unterschiede sehr klein ist. Wie Sie annehmen, schließe ich vielerlei in mein Ernährungsspektrum ein, auch in meine Lebensweise ganz allgemein (inkl. z.B. Autofahren), die mein Todesrisiko erhöhen, dies aber nicht soweitgehend, dass ich mir deswegen Sorgen machen würde.
[...]'

Ich bedankte mich und erwähnte, dass ich ein Blog schreibe, in dem die RSS gerade angesprochen wurde. Er sagte, er wolle sich das mal anschauen. Ich sollte ihm vielleicht nochmal eine Mail schreiben, um den Charakter des Blogs, seines Autors und seiner Leser zu erklären.

Jedenfalls freute ich mich über seine Mail. Und nachdem ich ein wenig im Blog seines Kollegen (Prof. Spiegelhalter) gelesen hatte, kam ich auf den Gedanken, ob die RSS nicht eine kleine Oase von Vernunft und Verstand in unserer immer verrückteren Welt sein könnte ...

Aber das ist vermutlich nur Wunschdenken."

Original: https://cfrankdavis.wordpress.com/2015/10/30/wishful-thinking-2/

NWR-FB: https://www.facebook.com/groups/NetzwerkRauchen/permalink/10153019089191595/

Frank Davis auf der Netzwerk Rauchen - Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/NetzwerkRauchen/search/?query=frank%20davis

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