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(Originaltitel: Pub Garden Reading)

»Letzte Woche habe ich im einen oder anderen sonnigen Biergarten das Buch "Smoking, Class and the Legitimation of Power" [etwa: "Rauchen, Klasse und die Legitimierung der Macht"] von Sean Gabb gelesen, der ist Direktor der Libertären Allianz und kein Raucher.
Und es geht nicht um Klasse und die Legitimierung der Macht in dem Buch. Darum geht es nur in der Einführung. Der Rest, der aus mehreren verschiedenen, zumeist 20 Jahre früher geschriebenen Abhandlungen besteht, handelt von Raucherrechten.

[Frank beschreibt Buch und Autor anhand mehrerer Textauszüge. Darunter:]
"In jeder Gesellschaft besteht die Hauptfunktion der Staatsgewalt darin, für den Status und das Einkommen der herrschenden Klasse zu sorgen. Woher sie auch kommen, die Mitglieder einer solchen Klasse werden immer motiviert sein durch eine Abneigung dagegen, ihren Lebensunterhalt mit freiwilligem Austausch zu verdienen, oder durch eine Freude daran, andere zu etwas zu zwingen, oder durch eine Kombination aus beidem."
"Daher der Krieg gegen den Tabak. Sein Zweck ist, ein Set plausibler Vorwände für die Ressourcengewinnung von den Menschen und die Machtausübung über sie zu liefern."

Ist das so? Die einzige Weise, auf die "Ressourcen" von den Rauchern "gewonnen" werden können, scheint doch die Tabaksteuer zu sein. So gesehen ist der Krieg gegen das Rauchen doch eher kontraproduktiv, denn je weniger Tabak konsumiert wird und je weniger Leute weiterhin rauchen, desto weniger Steuereinnahmen daraus. Ferner geben die durch Rauchverbote aus Kneipen und Cafés vertriebenen Raucher dort weniger Geld für Speisen und Getränke aus, und desto weniger Steuereinnahmen kann die Regierung aus diesen verschiedenen Gastbetrieben gewinnen. Und schließlich würde beim totalen Sieg in diesem Krieg - das Verbot des Rauchens überhaupt - das Tabaksteueraufkommen komplett zusammenbrechen.

Während also eine räuberische Regierung eine Erklärung für die Strafbesteuerung von Tabak liefert, scheint sie keine gute Erklärung für den _Krieg_ gegen den Tabak anzubieten - außer als Rechtfertigung für die Höhe der Besteuerung. Warum die Gans schlachten, die die goldenen Eier legt? Sicherlich würde eine räuberische Regierung, die wirklich das Maximum an Steuergeldern aus den Rauchern herausholen wollte, das Rauchen doch aktiv fördern? Denn je mehr Leute rauchen, desto höher die Steuereinnahmen. Tatsächlich könnte eine habgierige Regierung sogar Kinder zum Rauchen ermuntern. Staatliche Tabakbesteuerung steht vollkommen im Widerspruch zu staatlichem Krieg gegen den Tabak und deutet auf ein gewisses Maß an Schizophrenie hin, vielleicht auch eine Regierungsabteilung (Finanzministerium) im Krieg mit der anderen (Gesundheitsministerium).

Aber abgesehen von alldem regten die Abhandlungen aus den späten 1980ern zum Nachdenken an. "Das Recht aufs Rauchen: Eine christliche Sichtweise" war ein Aufsatz von einer Art, in der ich ganz einfach noch nie etwas gelesen hatte: eine theologische Verteidigung des Rauchens. Wer schreibt heute so was noch?

Ebenso etwas zum Nachdenken war "Wirtschaftswerbung: ein bedrohtes Menschenrecht". Zum Nachdenken für mich, denn ich habe mir, ehrlich gesagt, nie viele Gedanken über die Werbung gemacht. Und wenn doch, dann eher über die verleumderische Antiwerbung, wie sie jetzt auf Tabakprodukten gesetzlich vorgeschrieben ist. Was hält noch ab von Gesundheitswarnungen auf Autos mit zerquetschten und verstümmelten Kindern und einem "Fahren ist tödlich"? Oder von Büchern mit Gesundheitswarnungen vor ihrem Inhalt? Wo hört das auf?

Aber es waren die allerletzten paar Zeilen des Buchs, mit denen ich ich mich in größter Übereinstimmung befand:
"Ablehnende Bewertungen von Anti-Raucher-Propaganda schließen oft mit dem Vorwurf, dass die betreffende Institution Steuergelder verschwende, und mit dem Aufruf zur Reformierung ihres Managements. Ich denke, darin zeigt sich ein Verständnisproblem. Was unsere verschiedenen Machthaber anbelangt, war die Tabakfrei-Initiative keine Geldverschwendung. Auch nicht all die übrigen Forschungsprojekte und Kampagnen anderer Institutionen. Es ist ein zentraler Zweck dieser Institutionen, uns über die Gefahren des Rauchens zu belügen. Diejenigen, die dort arbeiten, wurden ausgewählt aufgrund ihrer Fähigkeit, einseitig verfälschte Forschung zu betreiben und die daraus resultierende Propaganda als wissenschaftliche Tatsache zu kostümieren.
Es ist sinnlos, Änderungen an bestehenden Gesundheitseinrichtungen zu fordern. Von diesen Leuten zu erwarten, dass sie die Wahrheit sagen, ist so naiv wie die Erwartung von einer Immobilienagentur, dass sie demnächst Fahrkurse anbietet.
Die einzige Möglichkeit, diese Flut an Propaganda und Lebensstilregulierung zu stoppen, ist die Schließung all der entsprechenden Institutionen - und all ihre Beschäftigten abfindungslos auf die Straße zu setzen und alle Unterlagen zu verbrennen."

Recht so. Nur dass ich noch weiter gehen würde: Ich würde sie auch noch strafrechtlich verfolgen bis in den hintersten Winkel der Erde.«

Original: https://cfrankdavis.wordpress.com/2016/05/09/pub-garden-reading/

NWR-FB-Permalink: https://www.facebook.com/groups/NetzwerkRauchen/permalink/10153381758711595/

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