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Originaltitel: 400 Years)

»Das Rauchverbot hatte enorme Auswirkungen auf mein Leben. Aber ich spreche nur für mich. Den meisten Rauchern macht es scheinbar weniger aus.
Ich treffe sie regelmäßig, wenn ich im Sommer in englischen Pub-Gärten sitze. Es sind freundliche, umgängliche Leute. Aber wenn ich mit ihnen ins Gespräch komme, geht es nie ums Rauchverbot, das uns ja in den Garten vertrieben hat. Darüber will keiner reden. Man spricht lieber über etwas anderes. Wie den Brexit. Oder Trump. Oder das Wetter.

Ich wohnte in Südwestengland, als das Rauchverbot in Kraft trat. Niemand fand es gut. Aber man befand, man könne da nichts machen. Und meine paar Bekannten wurden ärgerlich, wenn ich sie darauf hinwies, sie könnten schon was tun: etwa an ihren Parlamentsabgeordneten schreiben und dagegen protestieren (wie ich etliche Male). Zwecklos, sagten sie. Da könne man nichts dagegen tun, so wenig wie gegen das Wetter, den Tod oder die Steuern. Das sei unser Los, und es müsse ertragen werden, so gut es eben gehe. Mit knirschenden Zähnen durch. Beschwerden bringen nichts.

Aber sie rauchten alle weiter. Und da, wo ich jetzt wohne, ist es nicht anders. Auch hier findet keiner das Rauchverbot gut, weiter rauchen tun sie so oder so. Und sie sprechen nicht davon.
Sie schämen sich nicht fürs Rauchen. Sie ziehen sich nicht irgendwo versteckt auf die Schnelle eine durch. Sie rauchen wie schon immer, offen und locker. Im Sommer versammeln sie sich um Gartentische und rauchen und trinken und reden, so wie sie auch drinnen immer um die Tische saßen.
"Die Vorträge über das Rauchen habe ich x-mal gehört", sagte mir einer von ihnen, "aber ich werde immer ein Raucher bleiben."
Und das trifft wahrscheinlich auch auf die anderen von ihnen zu.

Diese Vorträge habe ich eher weniger oft gehört als die meisten, nehme ich an. Ich neige zur Widerrede, wenn mir einer einen Vortrag hält. Da geht ein Hauch von Verdutzung über die Gesichter der Vortragenden, wenn ich ihnen mitteile: "Ich glaube kein Wort von dem, was Sie da sagen." Und das ist so.

Wenn andere Leute nicht widersprechen, liegt es wahrscheinlich daran, dass sie glauben, oder halbwegs glauben, was ihnen gesagt wird. Die Wissenschaft kannst du nicht in Frage stellen, oder? Aber genau das mache ich. Ich glaube den Experten nicht. Ich glaube ihnen immer weniger. Nicht nur, was das Rauchen betrifft. Auch in Sachen Trinken und Essen und Übergewicht und Zucker und Salz und Fett. Ich glaube kein Wort davon. Ich glaube auch nicht an die Erderwärmung. Oder die EU. Oder dass der Meteor von Tscheljabinsk kein Begleiter des Asteroiden 2012 DA14 gewesen sei, wie die NASA behauptet. Du kannst dich nicht mit der NASA anlegen, oder? Das ist Raketenwissenschaft! Doch, ich schon.

Ich bin offenbar ein Ketzer, ein Ungläubiger, von Natur aus. Ich glaube nicht alles, was mir gesagt wird oder was ich lese. Ich stelle fast alles in Frage. Ich bin nicht etwa ein Ketzer, weil ich glaube, mehr zu wissen, sondern aus genau gegenteiligem Grund: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich so gut wie nichts weiß. Und ich glaube, dass all die Experten, wenn sie ehrlich wären, die Ersten wären mit dem Eingeständnis, so gut wie nichts zu wissen über Tabak, Alkohol, Ernährung, Bewegung oder Chemie, Politik, Ethik oder Raketenwissenschaft. Wir Menschen wissen allesamt so gut wie nichts. Und deshalb finde ich diese ganzen Alleswisser an Experten und Autoritäten so entsetzlich eingebildet: Sie sind wie Kinder, die bis zehn zählen können und denken, sie wissen jetzt alles über Zahlen, oder zumindest alles, was jemals jemand darüber wissen muss.

Aber die meisten Raucher werden wohl kaum zur Widerrede ansetzen, wenn so ein selbsternannter Experte ihnen Vorträge hält. Vielleicht weil sie glauben, oder halbwegs glauben, was ihnen erzählt wird. Sie können nicht widersprechen. Sie wüssten nicht, wie.

Vor ein, zwei Wochen hörte ich zufällig einen Gesprächsfetzen mit. Ein Raucher war zum Rauchen rausgegangen und sprach mit jemandem auf dem Handy. Ich hörte ihn autoritär verkünden, einen gegenseitigen Bekannten betreffend: "Er könnte 80 werden, wenn er nur mit dem Rauchen und Saufen aufhören würde." Da stand er, draußen beim Rauchen, und sagte das. Er hätte genauso gut ein Bier in der anderen Hand haben können, wenn er nicht hätte das Telefon halten müssen. Vielleicht hatte er es irgendwo abgestellt.
Aber er gab ja nur wieder, was jeder weiß.

Ich denke, das ist es auch, weshalb mache Dampfer zu dampfen anfangen. Weil sie glauben, oder halbwegs glauben, was ihnen über das Rauchen erzählt wird: dass es sie langsam umbringt. Auch ich habe ein paar E-Zigaretten. Aber nicht deshalb. Ich habe sie gekauft, weil ich dachte, ich könnte sie als Zigarettenersatz in Bussen und Zügen und Hotels und Kunstgalerien nutzen. Aber sie werden gerade, obwohl harmlos, ebenfalls überall verboten. Zur Begründung wurde im Nu eine neue Anti-Dampf-"Wissenschaft" geschaffen. Und ich glaube kein Wort dieser neuen Anti-Dampf-"Wissenschaft". Und kein Wort von der Anti-Rauch-"Wissenschaft". Es gibt nicht viel echte Wissenschaft in diesen Zeiten. Es ist alles Voodoo-Wissenschaft. Es ist alles megaphonales magisches Denken. Genau wie damals, anno 1600, 400 Jahre her, als der Tabak erstmals [in der englischen Geschichte als umstrittenes Thema] auftauchte.«

Original: https://cfrankdavis.wordpress.com/2016/12/01/400-years/

NWR-FB-Permalink:
https://www.facebook.com/groups/NetzwerkRauchen/permalink/10153863111711595/

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