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Kleines Widerspenst Nr. 6 - 08.10.09

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Das Kleine Widerspenst
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Nr. 6 vom 8. Oktober 2009

Europa, Staat, Parteien traktieren uns, die Bürger (ihre Ernährer also!) laufend mit neuen Verboten und Vorschriften, hebeln systematisch unsere Freiheiten aus, Tag für Tag ein bisschen mehr.
Ist es aber tatsächlich unser Wunsch und Wille, uns zu folgsamen Untertanen umerziehen zu lassen? Haben wir die gewählt, damit sie immer mehr in unsere persönliche Lebensführung eingreifen?
Traurig aber wahr: Es ist wieder soweit. Wem seine Freiheit lieb ist, der muss heutzutage wieder aufmucken. Widerstand ist angesagt.
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WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER

An Herzinfarktwundern scheinen die Kreuzritter der Tabakfeinde einen besonderen Narren gefressen zu haben. Amüsiert erinnern wir uns an das Wunder von Schottland[1], wo 2006 verkündigt wurde, dass binnen kürzester Zeit nach der Verhängung von Rauchverboten in der Gastronomie die Herzinfarktrate drastisch zurückgegangen sei. Dieser Schwindel verschwand dann schnell wieder, war wohl doch zu peinlich. Dafür kam dann das Wunder von Italien[2], ein statistischer Taschenspielertrick übelster Sorte. In den letzten Wochen wurde uns nun (neben einem Wunder von Island[3]: satte 21 % weniger Nichtraucher-Herzinfarkte durch Rauchverbote, wundersamerweise nur bei Männern) quasi ein Welt-Wunder aufgetischt[4]. Festhalten: 24 Millionen Menschen wurden einbezogen. Wirklich? Natürlich nicht. Man nahm sich einfach diverse andere Studien vor und rechnete zusammen, was zusammenpasst. Metastudie nennt man sowas.
Der Trick ist der alte: Man verschweigt geflissentlich, dass die Herzinfarktrate seit vielen Jahren - also seit lange vor der großen Raucherhatz - weltweit kontinuierlich rückläufig ist. Unter Nutzung dieser Entwicklung lassen sich denn auch die "Erfolgsmeldungen" hübsch abstufen und vortäuschen, jedes weitere Jahr würden Rauchverbote weitere Leben retten.
Doch damit nicht genug der Augenwischerei. Man versteigt sich auch noch zu der Behauptung, damit die Mär von der Passivrauchgefahr indirekt beweisen zu können. "Die Studie ergänze zudem die bereits vorliegenden Hinweise, dass Passivrauchen Herzinfarkte verursache."[5] Man goutiere die Formulierung. Aber wer guckt schon so genau hin? Die Presse jedenfalls nicht. Die macht wieder mal Männchen und druckt alles wie verordnet.
[1] http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Infarktwunder_fini.pdf, Seite 7
[2] http://www.neues-vom-schelm.de/_herzinfarkt.html
[3] http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37894/Rauchverbot_senkt_Herzinfarktrate.htm
[4] http://www.news.de/gesundheit/855025593/rauchverbot-ist-gut-fuers-herz/1/?igpage=9
[5] http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Ein-Drittel-weniger-Herzinfarkte-dank-Rauchverboten/story/20795637
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BUNDESTAGSWAHL - DIE ABRECHNUNG

And the Winner is...
...mit 18.134.809 Stimmen oder 29,2 % die Gruppe der Nichtwähler.
Fast einem Drittel der 62.132.442 Wahlberechtigten war wohl das Angebot zu schlecht!
Netzwerk Rauchen sagt dem Gewinner:
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !
Auf den zweiten Platz landete weit abgeschlagen mit 11.824.794 Stimmen oder umgerechnet mit den Stimmen von 19,03 Prozent der Wahlberechtigten die CDU.
Auf den dritten Platz mit 9.988.843 Stimmen die alte Tante SPD, umgerechnet erhielt sie Stimmen von 16,07 Prozent der Wahlberechtigten (waren es Frau Bätzing und Herr Lauterbach, die diesen Erfolg ermöglichten?)
Die weiteren Plätze:
4. Platz: Mit 6.313.023 Stimmen die FDP (10,2 %)
5. Platz:.Mit 5.153.884 Stimmen die Linke (8,3 %)
6. Platz:.Mit 4.641.197 Stimmen die Grünen (7,5 %)
7. Platz:.Mit 2.830.210 Stimmen die CSU (4,5 %)
8. Platz:.Mit 845.904 Stimmen die Piraten (1,3 %)
9. Platz:.Mit 640.091 Stimmen die ungültigen Stimmen (1,0 %)
10. Platz:.Mit 635.437 Stimmen die NPD (1,0 %)
[Quelle: Absolute Zweitstimmenzahlen vom Bundeswahlleiter: http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/; Berechnung: Nach Adam Riese]
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KEIN BEIFALL FÜR ABSURDES THEATER

Wüssten wir nicht, mit welchem bierfreien Ernst die einschlägigen (Selbst-)Darsteller ihrer Sache nachgehen, wüssten wir nicht, dass sie auf Beifall bei den Claqueuren bis in die höchsten Ränge der Politik hoffen dürfen - man müsste es für eine drittklassige Posse halten: Die "Nichtraucher Initiative München" hatte Strafanzeige gegen den bayerischen Ministerpräsidenten wegen "fahrlässiger Körperverletzung" erstattet. Denn: "hunderttausende, wenn nicht gar Millionen Bürger" würden "dem hochgiftigen Schadstoffgemisch Tabakrauch ausgesetzt und geschädigt" - dadurch, dass Söders Ministerium im März 2009 die Kreisverwaltungen angewiesen hatte, Verstöße gegen das (ohnehin nur noch pro forma bis Juli bestehende) Rauchverbot in Festzelten nicht zu ahnden.
Die Staatsanwaltschaft München I wollte der vor Paranoia strotzenden Begründung jedoch nicht folgen und leitete nicht einmal ein Ermittlungsverfahren ein. Woraufhin die NIM Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft einreichte. Diese schrieb den wackeren Streitern für das Überleben der Menschheit freilich nüchtern ins Stammbuch, dass - aufgepasst! - noch keine Person "durch das Passivrauchen bereits tatsächlich geschädigt wurde. Für - hypothetisch - präventive Vorgänge ist die Staatsanwalt nicht zuständig." Korrekt!
Zuständig für wahnhafte Abwehrreaktionen fühlen sich allerdings noch viel zu viele Figuren. Man darf gespannt sein auf das nächste Stück.
[Quellen: http://www.ni-muenchen.de/images/stories/pressemitteilungen/Strafanzeige%2009-05-27.pdf, Staatsanwalt zitiert gem. "NIM-Kurier", Ausgabe Okt. 2009]
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Weitere Nachrichten demnächst!
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Präventionsprogramm gegen moralische Demenz:
Dieses Widerspenst geht auch an alle deutschen Abgeordneten im Bundestag, in den Landtagen und im Europaparlament. Denn es soll keiner eines Tages wieder sagen können: "Ich habe das nicht gewusst".
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