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Prozess Friedhelm Adolfs: Sensation bleibt aus - zu Recht

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Prozess Friedhelm Adolfs: Sensation bleibt aus - zu Recht

Der zweitbekannteste Raucher Deutschlands obsiegt beim BGH

Nach einer gestrigen Bundesgerichtshof-Entscheidung muss der Prozess gegen den rauchenden Mieter Friedhelms Adolfs neu aufgerollt werden. Netzwerk Rauchen begrüßt die Rückverweisung des Verfahrens an eine andere Düsseldorfer Kammer.

Rauchen verboten?

Der Verein, der im Zusammenhang mit dem Prozess Spenden gesammelt hatte, sieht sich durch das Karlsruher Urteil bestätigt. „Wir haben der Eigentümerin die angebliche Belästigung durch das Rauchen in der Wohnung nie geglaubt“, so Bundesvorsitzender Michael Löb. Schon zu Beginn des Verfahrens waren Vermutungen laut geworden, dass es der Eigentümerin in Wahrheit nur darum gehe, Friedhelm Adolfs Wohnung teurer als Büroräume vermieten zu können. Andere Mieter waren vor Gericht nicht zu Wort gekommen, auch fand nie ein Ortstermin mit einem Richter statt. Jetzt hat der Bundesgerichtshof die „unter Verletzung prozessualer Vorschriften erfolgte Tatsachenfeststellung“ gerügt. Löb weiter: „Der Frage, ob es nicht an Defiziten bei den Türabschlüssen liegt, wenn Gerüche entweichen sollten, wurde nicht nachgegangen. Stattdessen verließ sich die Vorinstanz auf ihren'Kronzeugen', einen seit Jahrzehnten mit der Vermieterin beruflich und privat verbundenen Herrn.“

Die BGH-Entscheidung sei im Sinne einer sauberen Wahrheitsfindung. Außerdem gehe so kein falsches Signal an intolerante Zeitgenossen, den Rauchern in ihrem Haus das Leben schwer zu machen. Nach Auffassung des Netzwerks bleibt Rauchen weiterhin eine normale Nutzung der Mietsache, die keinerlei Gesundheitsgefährdung mit sich bringt.

Netzwerk Rauchen unterstützt Raucher in Not mit seinem Spendenfonds "Ein Dach für Raucher", aus dem ein wesentlicher Teil der Sicherheitsleistung für Friedhelm Adolfs zur Verfügung gestellt werden konnte. 

Diese Pressemitteilung als PDF: icon PM_01_2015_Revision_Adolfs (235.81 kB)

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