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Science: Assoziation oder Kausalität?

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Die vergessenen Lektionen des Sir Austin Bradford Hill

Das herausragende Dokument von Austin Bradford Hill von 1965 enthält mehrere wichtige Lektionen für die Durchführung von epidemiologischen Studien in der heutigen Zeit. Leider wird es fast ausschliesslich als Quelle für die "Kriterien von Bradford-Hill" zitiert, um auf Kausalität schliessen, wenn Assoziationen festgestellt werden, trotz Hill's expliziter Aussage, das Entscheidungen zwischen Assoziation und Kausalität nicht an Hand fester Regeln getroffen werden können. Hill's wichtige Lektionen darüber, wie Entscheidungen auf Grund epidemiologischer Evidenz getroffen werden können.

Er empfahl Epidemiologen, kein übertriebenes Gewicht auf die Signifikanz zu legen, da die Erfahrung zeigt, dass systematische Fehler (die in der Signifikanz nicht zum Ausdruck kommen) oft grösser sind als zufällige Fehler.

Eines der meistzitierten Werke in der Gesundheitsforschung ist Austin Bradford Hill's "The Environment and Disease: Association or Causation?", Hill's Antrittsrede als Präsident der Section of Occupational Medicine of the Royal Society of Medicine, in er der das präsentierte, was heute allgemein als "Bradford-Hill-Kriterien" bezeichnet wird. Ironischerweise ist dieses Dokument dafür berühmt geworden, dass es eine Liste von Kriterien aufzählt, anhand derer der Nachweis von Kausalität möglich sein soll, etwas das Hill zurückwies. Daneben sind seine wichtigen Einblicke und möglichen Beiträge zu kritischer Methodologie und zu Fragen der Gesundheitspolitik in Vergessenheit geraten.

Die unkritische Wiederholung von Hill's "Kausalitätskriterien" ist wahrscheinlich kontraproduktiv wenn es darum geht, gehobenes Verständnis für kausale Zusammenhängen zu fördern. Aber eine andere Reihe von Betrachtungen, die in seinen Werken zu finden sind, ist es wert, hier wiederholt zu werden:

  • Statistische Signifikanz sollte nicht als Beweis für eine substanzielle Assoziation genommen werden.
  • Assoziation beweist nicht Kausalität (andere Evidenz muss beigezogen werden).
  • Genauigkeit bedeutet nicht Gültigkeit (systematische Fehler können nicht ausgeschlossen werden).
  • Evidenz (oder Glaube), dass es einen kausalen Zusammenhang gibt, ist nicht ausreichend, um damit Massnahmen zu begründen.
  • Unsicherheit darüber, ob ein kausaler Zusammenhang (oder auch eine Assoziation) besteht, sollte nicht daran hindern, Massnahmen zu ergreifen.

Diese grundlegenden Betrachtungen scheinen offensichtlich, wenn sie einfach so zitiert werden, aber kausale Schlussfolgerungen und gesundheitspolitische Entscheidungen würden enorm profitieren, wenn diese Betrachtungen häufiger und sorgfältiger berücksichtigt würden.

Auszug aus: The missed lessons of Sir Austin Bradford Hill

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