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Rauchen im Auto: Griff in die Mottenkiste

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Wenn die Beteiligten des Anti-Raucher-Kreuzzugs Oberwasser spüren, kann man todsichere Wetten abschließen, was wieder einmal aus der Mottenkiste absurder Forderungen gezogen wird: Ganz weit vorne natürlich – ein Rauchverbot am Steuer. Dieses Mal ist es Deutschlands Drogenbeauftragte Sabine Bätzing, die ein Rauchverbot im Auto für „dringend erforderlich“ hält. Frau Bätzing, gestatten Sie eine Frage? „Dringend erforderlich“, um was genau zu erreichen?

Begründet wird der neue Vorstoß mit Verkehrssicherheit und Gesundheitsschutz. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die Fakten. Daß das Passivrauch-Märchen nicht als ernsthaftes Argument herhalten kann, warum Rauchen ausgerechnet am Steuer ganz besonders böse ist, das dürfte jedem klar sein – der beim Rauchen im Auto schon mal… naja… das Fenster heruntergekurbelt hat. Und das Schöne am Thema Verkehrssicherheit ist es, daß hier tatsächlich harte Fakten vorliegen. Ungewohntes Terrain, Frau Bätzing, oder? Die US-amerikanische „AAA Foundation for Traffic Safety“ beispielsweise hat Ablenkungen im Straßenverkehr untersucht. Nicht ganz unüberraschend landet Rauchen dabei an letzter Stelle.

 

Frau Bätzing, wenn Sie als Drogenbeauftragte ernsthaft das Wort Verkehrssicherheit in den Mund nehmen, gäbe es da noch einige weit naheliegendere Maßnahmen:

 

Weg mit den nervigen Autoradios. Das Programm ist meist übel, und von den vielen Knöpfen und Anzeigen wird man doch eh nur verwirrt.

Weg mit den vielen nervigen Zusatzfunktionen und Knöpfen, die ein Autocockpit mittlerweile so bevölkern. Braucht kein Mensch und erhöht nur die Gefahr, daß es kracht.

Gespräche lenken ab. Entweder ganz verbieten oder Strafzettel für besonders stark ablenkende Themen verteilen. Wie wäre denn das: Ein Knöllchen für Beziehungsthemen bei der Autofahrt?

Beifahrer sind ganz, ganz böse. Also wieso nicht gleich ganz weg damit? Gespräche lenken eh nur ab, und wer schon mal ein kleines Kind auf dem Rücksitz beruhigen mußte, weiß genau, wieviel Aufmerksamkeit dann noch für den Verkehr übrig bleibt. Praktischer Nebeneffekt: Die lieben Kleinen können dann auch keinem Rauchpartikeln ausgesetzt werden: Weder durch renitente Raucher noch durch die vielen bösen Feinstaub-Partikelchen, die so unsere innerstädtischen Hauptstraßen bevölkern.

 

So lange man problemlos bei Tempo 180 auf der linken Spur gleichzeitig ein Brötchen kauen und eine Coladose zwischen den Beinen jonglieren darf, ohne damit schon staatliche Regelungswut auf den Tisch zu rufen, steht ein Rauchverbot… nun, sagen wir mal… bei sinnvollen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ganz weit hinten. Frau Bätzing, es gibt viel zu tun – auf in den Kampf!

 

Oder natürlich es geht gar nicht um Verkehrssicherheit. Sondern einfach nur darum, Raucher dort zu treffen, wo es richtig weh tut. Nicht, weil es Sinn macht – sondern einfach, weil es möglich scheint.

 

SPIEGEL Online (Hrsg.): Rauchverbot am Steuer spaltet Bundesregierung 

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