Neue klinische Studie widerlegt die Mär von den 30 Minuten

Neue klinische Studie widerlegt die Mär von den 30 Minuten

Eines der Hauptargumente der Befürworter von Rauchverboten sind mögliche Beeinträchtigungen der Herz-Kreislauffunktionen bei Passivrauchern. Sowohl In den Medien als auch in behördlichen Mitteilungen sind Katastrophenmeldungen dazu zu lesen, wie z. B.:

  • “Schon eine halbe Stunde Passivrauchexposition schädigt das Herz fast im gleichen Ausmass wie bei Gewohnheitsrauchern”
  • “30 Minuten Passivrauchexposition hat einen messbaren Effekt auf das Herz von Nichtrauchern. 30 Minuten reichen aus, um den Blutfluss zum Herz zu reduzieren”
  • “Nach weniger als 30 Minuten Passivrauchexposition fiel der Blutfluss auf das selbe Niveau wie bei einem Raucher nach einem Packet Zigaretten”
  • “Schon 30 Minuten Passivrauchexposition reduziert die Blutzirkulation und erhöht das Herzinfarktrisiko”
  • “Viele dieser Veränderungen zeigen sich in Studien an Nichtrauchern schon nach 30 Minuten nach Passivrauch-Exposition und können vor allem bei schon Gefäßerkrankten Angina Pectoris, koronare Herzerkrankungen und Schlaganfälle sowie Herzinfarkte auslösen.”

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Allen diesen Aussagen sind die magischen “30 Minuten” gemeinsam, ein Hinweis darauf, dass es sich um einen Lawineneffekt handelt, der mit grosser Wahrscheinlichkeit von den radikalsten Anti-Tabakorganisationen ASH.org (Banzhaf) und ANR.org (Glantz) losgetreten wurde.
Es gibt auch Varianten solcher Schreckensmeldungen, die von wenigen Sekunden Passivrauchexposition ausgehen, was als Rechtfertigung genommen wurde, um auch das Rauchen im Freien zu verbieten.

Eine neue Studie berichtet, dass der koronare Blutfluss bei Rauchern nicht vermindert ist, umso weniger natürlich bei Passivrauchern.

Die Studie untersuchte den Blutfluss in den Herzkranzgefässen von 14 jungen, gesunden Rauchern und 12 gleichaltrigen Nichtrauchern. Es wurden keine signifikanten Unterschiede im Blutfluss ziwschen den Rauchern und den Nichtrauchern gemessen. Die Forscher fanden bei den Rauchern eine verminderte Kapazität zur Vasodilatation, vermutlich verursacht durch endiothelische Dysfunktion. Bemerkenswert ist, dass die endiothelische Dysfunktion innerhalb eines Monats nach einem Rauchstopp völlig verschwand.
Damit wird auch die Mär von chronischen Herz-Kreislaufschäden bei Nichtrauchern entkräftet.

Bemerkenswert auch, dass eine andere Studie die endotheliale Dysfunktion auch nach der Einnahme einer üppigen Mahlzeit feststellte. Die Dysfunktion verschwand wenige Stunden nach der Mahlzeit wieder. Die Einnahme von Vitamin C vor (oder während?) der Mahlzeit verhinderte die endotheliale Dysfunktion vollständig.

Quellen:
Morita K, Tsukamoto T, Naya M, et al. Smoking cessation normalizes coronary endothelial vasomotor response assessed with 15O-water and PET in healthy young smokers. The Journal of Nuclear Medicine 2006; 47:1914-1920

Tobaccoanalysis

Acute Effects of Passive Smoking on the Coronary Circulation in Healthy Young Adults, Ryo Otsuka et al, 2001

Plotnick GD, Corretti MC, Vogel RA. Effect of antioxidant vitamins on the transient impairment of endothelium-dependent brachial artery vasoactivity following a single high-fat meal. JAMA 1997; 278:1682-1686

Red.