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Frank Davis - Banging on about the Smoking Ban

Frank Davis
Banging on about the Smoking Ban
Frank Davis
  • Europe’s Natural Borders
    With the EU referendum barely a month away, my attention is being drawn more and more to Europe and all things European. The question we are being asked is: Do...

Frank Davis auf Deutsch

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TPD: Hamsterkauf jetzt!

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Aktuell

Sonntag, 22. Mai 2016 um 21:21 Uhr

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Netzwerk Rauchen rät zu Tabakvorräten

Am Freitag ist die novellierte Tabakproduktrichtlinie der EU (TPD 2) in Deutschland in Kraft. Das heißt: Demnächst gelangen die Die TPD2-konformen Tabakwaren in den Handel und verdrängen die bisherigen. Bei sich schnell verkaufenden Produkten wie populären Zigarettenmarken dürfte es bereits in ein paar Wochen der Fall sein. Netzwerk Rauchen e.V. rät zu Hamsterkäufen der bisherigen Produkte.

Hamsterkäufe jetzt!

Denn es werden sich für Tabakgenießer vor allem drei Punkte zum Negativen ändern:

- Scheußliche Ekelbilder und überdimensionierte ‚Warnungen‘ landen auf den Packungen.
- Der Geschmack und die Rauchqualität wird bei vielen Marken nicht mehr dieselbe sein. Das liegt am Verbot der Aroma- und weiterer Zubereitungsstoffe (außer Menthol, das ist noch bis 2020 erlaubt). Das ist bereits die dritte diesbezügliche Produktverschlechterung durch die EU in den letzten Jahren: Zunächst untersagte Brüssel durch die Einführung von Höchstwerten starke Tabakwaren, 2011 gingen bei der sogenannten „Feuersicheren Zigarette“ mit der lästigen Selbstauslöschung auch geschmackliche Nachteile einher.
- Manche kleinere Marken werden ganz vom Markt verschwinden, weil sich die aufwendige Produktionsumstellung durch die TPD 2 für sie nicht lohnt. Details zum jetzigen Stand des Markensterbens finden Sie im Raucher-Forum.

Auf der Website www.Ihr-uns-auch.EU halten wir Informationen zur optimalen Lagerung von Tabak und zur Haltbarkeit von Zigaretten und losem Tabak bereit. Am meisten lohnt sich die Bevorratung für Liebhaber fertiger Zigaretten. Diese können bei guten Lagerbedingungen ein bis zwei Jahre halten, ohne an Qualität einzubüßen.
Sofern man die finanziellen Möglichkeiten zur Bevorratung hat: Auf zum Händler und Bestände sichern!

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Ekelalbum Schachtelteufel

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Aktuell

Donnerstag, 19. Mai 2016 um 21:16 Uhr

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Wenn aus Ernst Spaß wird

Liebe Leser, liebe Tabakfreunde,

die EU führt ihren nächsten Feldzug gegen alle Tabakliebhaber. Die „Raucherquote“ will nicht wie geplant und wie gewünscht sinken, die Textwarnhinweise auf den Verpackungen nimmt schon lange niemand mehr bewusst wahr. „Kombinierte Text-Bild-Warnhinweise nennt man im Amtsdeutsch, was jeder spontan als Ekelbild erkennt und bezeichnet. Mindestens  65 Prozent unserer Tabakverpackungen  werden ab sofort mit schauerlichen Gesundheitspornos bedruckt, die uns nun endgültig jeden Spaß an der Freud verderben sollen. Die Methode ist alt und offenkundig: Abschreckung. Die EU behauptet, die dort abgebildeten Leiden erwarten jeden Raucher, wenn nicht das eine, dann gewiss das andere. Wir können also bangen, ob wir impotent werden oder doch lieber unfruchtbar.

Schachtelteufel-Sammelalbum
Zu  dieser, mit Verlaub gesprochen, auf kindlichen-aggressiven Vorstellungen beruhenden Kampagne, die der deutsche Gesetzgeber mit Freude in hiesiges Recht umgesetzt hat, gibt es dann aber doch das eine oder andere Wort zu sagen. Leute erschrecken mag ja ein großer Kinderspaß sein, und als Erwachsener fährt man ja vielleicht auch mal auf dem nächsten Jahrmarkt mit der Geisterbahn oder verschenkt einen Kastenteufel an Menschen mit Humor. Ansonsten hat ein derartiges Verhalten unter Volljährigen nichts zu suchen und gilt zu Recht als unreif, sofern nicht gerade Halloween ist, aber das haben wir ja nur einmal im Jahr.

Mündige Konsumenten anzulügen und zu täuschen, das ist dann allerdings nicht mal mehr ein schlechter Scherz, sondern schlicht unseriös und unwürdig. Keines dieser Ekelbilder erzählt uns eine Wahrheit, bestenfalls eine halbe, und die ist bekanntermaßen ebenfalls eine Lüge. Es gibt drei „Gruppen“ von Bilder, jedes Jahr erscheint eine neue. 2018 bringt die EU dann das berüchtigte Bild mit der hellen und der schwarzen (angeblichen Raucher-) Lunge. Dieses Bild ist längst als Lüge enttarnt. Kein Pathologe kann beim bloßen Anblick der Lunge feststellen, ob die betroffene Person geraucht hat oder nicht. Daher war man im Dienste der „Wahrheit“ so frei, diese zweite Lunge einzufärben, damit jeder sieht was sonst niemand sieht, einfach weil es nicht existiert. Aber in einer abgehobenen Scheinwelt zu leben scheint auf die geistige Gesundheit eine ungünstige Auswirkung zu haben, sonst kämen unsere EU-Bürokraten, und nicht zu vergessen auch die in Deutschland, nicht auf derart märchenhafte Ideen.

Damit aus Ernst wieder Spaß werden kann, haben wir die erste Staffel der Ekelbilder in diesem Kastenteufel-Album zusammengestellt. Mit Platzhaltern zum Selbsteinkleben, online betrachten kann sie jedermann auf www.ihr-uns-auch.EU. Dort gibt es noch mehr interessanten Lesestoff rund um die neue Tabakproduktrichtlinie TPD2 und weiteres Aktionsmaterial, so z.B. demnächst einen Ekelschutz für ihre Tabakdose.

Schachtelteufel-Sammelalbum_Innenteil
Aus dem Spaß, das sei als Schlussbemerkung noch erwähnt, kann auch ganz schnell wieder  Ernst werden. Haben sie schon einmal vom Nocebo-Effekt gehört? Nein? Aber sie kennen den Placebo-Effekt: Wirkstofffreie Medikamente führen zur Heilung, allein weil der Patient an die heilende Wirkung glaubt. Das ist lange erwiesen. Das funktioniert aber auch umgekehrt: Man kann sich krank denken, und das nennt man den Nocebo-Effekt. Wir dürfen gespannt sein, wie viele Menschen die EU mit ihrer irrwitzigen Kampagne noch krank machen wird. Gesünder macht sie jedenfalls niemanden.
Lassen Sie sich von diesem neuen Schelmenstreich der EU-Bonzen nicht den Tag verderben und entscheiden Sie selbst, was gut für Sie ist. Ach und noch etwas: Würden sie ihren Kindern den Anblick solcher Bilder zumuten? Vermutlich nicht. Die EU hat damit kein Problem, sie legt es geradezu darauf an. Bilder, die niemals in einem jugendfreien Videospiel auftauchen dürften, sind jetzt Bestandteil des Alltags aller Bürger, auch der Minderjährigen.

Ihr Michael Löb
Bundesvorsitzender Netzwerk Rauchen e.V.

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Gesundheitsdiktatur brutal

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Aktuell

Donnerstag, 14. April 2016 um 21:10 Uhr

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Der Wahn des Erdoğan

Der türkische Präsident Recep T. Erdoğan macht derzeit Schlagzeilen, weil er auch im Ausland die Meinungs- und Medienfreiheit so unterdrücken will wie in seinem eigenen, von ihm immer autoritärer beherrschten Land. Ihm sind nicht nur die Unterstützung des IS, das Abschlachten von Kurden und autokratische Selbstherrlichkeit anzukreiden, zu seiner islamofaschistischen Politik gehört auch die totalitäre Regulierung des Privatlebens. Zitat des von sich selbst berauschten Machtjunkies: „Ein Muslim darf nichts mit Drogen, Alkohol und Glücksspiel zu tun haben. Das gilt auch für das Rauchen." Einst war die Türkei ein laizistisches Land, das Atatürk in die Moderne geführt hatte. Heute werden solche Vorstellungen in staatliche Repression umgesetzt und Atatürk, der Raucher, rotiert im Grabe.

Mustafa Kemal Atatürk

Mustafa Kemal Atatürk 1936

Erdoğan verfolgte als Premierminister eine prohibitionistische Politik und setzt sie als Präsident fort. War on Drugs, Rauchverbote im Freien, keine krankenkassenfinanzierte Lungenkrebsbehandlung für (Ex-)Raucher, Zensur von Rauchszenen in Fernsehsendungen – Ähnliches gilt für Trinkszenen –, Alkoholverkaufs- und Konsumverbote in der Öffentlichkeit totales Alkoholwerbe- und Sponsoringverbot, starke Anhebung der Biersteuer und und und.
„Der Kampf gegen das Rauchen ist mein persönliches Prinzip“, erklärt der tyrannische Schnauzbarträger. So hat er mal persönlich einen Raucher wegen Missachtung des Rauchverbots polizeilich bestrafen lassen. Das erinnert an Sultan Murad IV. aus dem 17. Jahrhundert, der inkognito durch das heutige Istanbul lief, um Raucher zu bestrafen. Er enthauptete sie persönlich an Ort und Stelle, solche Praktiken überlässt Erdoğan noch seinen Kumpels vom IS.

Erdogan - yes we ban
Den radikalen Vernichtungswillen gegenüber u.a. Alkohol und Tabak teilt der Islamist allerdings nicht auch mit dem extremem Puritanismus oder dem Nationalsozialismus Hitlers und Himmlers. Erdoğan mag Nationalist sein, aber spezifisch türkisch ist nichts an dieser Politik. Ein Nachtverkaufsverbot für Alkohol wurde nicht nur am Bosporus, sondern auch in Baden-Württemberg eingeführt. Und es ist die globale Tabakbekämpfung (Tobacco Control), die zur Raucherdiskriminierung in der Türkei beiträgt: Das Land hat jahrelang von Geldern des Internationalen Währungsfonds (IWF) gelebt – IWF und Weltbank lassen standardmäßig in den von ihnen finanziell abhängigen Ländern Maßnahmen gegen Alkohol und Tabak umsetzen ­– und ist von der WHO für besonders harte Antitabakpolitik gelobt worden.
Da kann Erdoğan nicht nur anderen Diktatoren 2.0 wie Putin die Hand reichen, auch die ‚führerlose‘ EU profiliert sich mit hemmungsloseren Schikanen und Freiheitseingriffen beim Tabak – siehe etwa die neue Tabakproduktrichtlinie mit Ekelbildern und Geschmacksverboten. Damit hören die Parallelen nicht auf, aber das wäre ein anderes Thema.

Da es üblich geworden ist, den wildgewordenen Osmanen lyrisch zu begleiten, wollen wir nicht hintanstehen:

Neosultan Erdoğan
Steht für Antitabakwahn
Terror gegen Kurden, Presse
Für Kritik gibt’s auf die Fresse
Kein Alk, kein Rauch, kein Spaß erlaubt
Ein ISIS-Freund, der Freiheit raubt
Das Blatt, das aber wird sich wenden
Wir seh’n ihn wie Gaddafi enden.

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Crystal Beck

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Aktuell

Donnerstag, 03. März 2016 um 17:02 Uhr

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Sag mir, welche Droge du nimmst,…

Erwischt. Volker Beck, Bundestagsabgeordneter der Grünen Volkserzieher, soll bei einer Polizeikontrolle Crystal Meth bei sich gehabt haben. Schon 2014 war ein SPD-MdB mit dem Stoff aufgefallen, der dadurch leistungsfähiger werden wollte. Die Dunkelziffer dürfte entsprechend hoch sein. Ob ein immer höherer Ausstoß an Bevormundungs- und Unsinnsgesetzgebung auf Substanzkonsum zurückzuführen ist?

Chrystal Meth

Becks Parteifreund Joschka Fischer bezeichnete den Bundestag einst als „eine unglaubliche Alkoholikerversammlung, die teilweise ganz ordinär nach Schnaps stinkt". Damals hatte das Parlament aber noch mehr Niveau, und rauchen durften die Abgeordneten in ihren Büros sowie in der Lobby auch noch. Nicht zuletzt die Grünen Volkserzieher, und damit auch ihr lange führendes Fraktionsmitglied Volker Beck, setzen sich mit Eifer für Tabakbekämpfung und Raucherdiskriminierung ein. Und Alkohol soll ebenfalls reguliert werden. Tja, Hauptsache die eigenen Lieblingsdrogen ‚riechen‘ nicht, sondern finden nur in vernebelten Entscheidungen ihren Niederschlag.

Volker Beck hat – abseits seines wenig rühmlichen Anteils an der GRÜNEN Pädophilie-Erblast – auch erhebliche Verdienste beim Einsatz für die Gleichbehandlung Homosexueller erworben. Schön wäre es allerdings, wenn die Schwulen und Lesben, die in seiner Partei in Amt und Würden sind, nicht nur dort Toleranz, Freiheit und Vielfalt predigen, wo es ihnen selbst nutzt und sie unmittelbar profitieren – während sie andererseits oftmals gegen Gruppen wie Dicke und Raucher hetzen.

Netzwerk Rauchen empfiehlt: Met statt Meth wäre manchmal besser, außerdem: Beck to liberty!

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Ausschussanhörung zur Tabakproduktrichtline (TPD2)

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Aktuell

Montag, 22. Februar 2016 um 21:48 Uhr

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Tabakbekämpfung im Bundestag

Sachverständigenanhörungen im Bundestag sind ein Ritual eigener Art, bei dem die Politiker die „Experten“ und Lobbyvertreter selbst auswählen, die dann ihre eigenen Positionen untermauern sollen. Bestenfalls wird noch der vordergründige Eindruck von Ausgewogenheit erzeugt. Zu den handverlesenen Sachverständigen für das Thema deutsche Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) wurden ein paar Herrschaften handverlesen und man spielte sich vergangene Woche vor dem Ernährungs- und Landwirtschaftsausschuss in Berlin wieder die Bälle zu.

Smell (1637) by Jan Miense Molenaar. This oil painting exemplifies tobacco's usage in comedic Dutch works.

Smell (1637) by Jan Miense Molenaar

Die Raucher als Leidtragende waren selbstverständlich nicht eingeladen, man fragt ja nicht die Frösche, deren Sumpf man mit aller Brutalität trockenlegen will. Ein Vertreter eines Wirtschaftsverbands der Tabakfamilie, des Verbands der Rauchtabakindustrie (VdR – Dreh- und Pfeifentabak), durfte vorsprechen, äußerte sich aber zu den Inhalten gar nicht, da das wohl nicht mehr der Mühe wert war. Verständlich, denn das Tabakrauchen gilt Fraktionen übergreifend und unhinterfragt als das große Übel schlechthin, eine große Meinungsvielfalt besteht im Bundestag nicht – was sich ja auch bei immer mehr anderen Themen andeutet. Auch WHO-nahen Tabakbekämpfern wie Putin oder Erdoğan kann man ohne Weiteres die Hand reichen, man hat in den EU-Ländern i.d.R. zwar keinen Einzeldiktator an der Spitze, aber dieselbe Neigung zur Lifestyle-Diskriminierung von oben.

Zurück zur Anhörung: Die berüchtigte deutsche Anti-Tabak-Päpstin Martina Pötschke-Langer vom „WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle“ in Heidelberg saß in der Runde, ebenso die Vize-Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Gabriele Bartsch. Beides wesentlich staatsfinanzierte Einrichtungen mit prohibitionistischer Mission, wobei die DHS bis zur „Reichsstelle gegen die Alkohol- und Tabakgefahren“ der Nazis zurückreicht. Tobias Effertz, Mitarbeiter des Hamburger Professors Michael Adams, ist als solcher ebenfalls auf Tabak- und Alkoholbekämpfung eingeschworen (wertneutrale Wissenschaft ist da Fremdwort) und mit den beiden genannten Damen bestens vernetzt. So konnten sich diese drei mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU) und einem MdB der Grünen Volkserzieher, Harald Terpe, treffliche die Bälle zuspielen. Sogar Themen, die mit der TPD 2 überhaupt nichts zu tun haben, wie noch härtere gesetzliche Rauchverbote, Abbau von Zigarettenautomaten und noch höhere Strafsteuern zu Lasten der Raucher kamen zur Sprache.


Ansonsten ging es um technische Feinheiten, wie die Frage einer möglichen Übergangsfrist nach dem Inkrafttreten der TPD 2 am 20. Mai 2016. Im Detail steckt bekanntlich der Teufel, und so sprachen der VdR-Vertreter und ein FH-Professor für Werkstoffanwendungen vom massiven Aufwand der Produktionsumstellung, der die mittelständischen Betriebe benachteiligt. Immer wieder stand ein großer Tabakkonzern im Raum, der sich öffentlich gegen Übergangsfristen ausgesprochen hatte. Sein Name wurde nie ausgesprochen – es handelt sich um Philip Morris (PM). PM schätzt staatliche Regulierung, die seinen Wettbewerbern mehr schadet als ihm. Ein umfangreiches Anti-Tabak-Gesetz in den USA von 2009 wurde daher von Kritiker auch als Philip-Morris-Gesetz gebrandmarkt. PM würde z.B. von der geplanten Verschärfung der Werbeverbote profitieren, die parallel zur deutschen TPD 2-Umsetzung angedacht ist (ohne rechtlich erforderlich zu sein) – sie zementiert Marktanteile bzw. baut sie aus, zu Lasten kleinerer Konkurrenten. Was am Ende beschlossen wird, muss sich zeigen.

Wirklich spannend war nur ein Sachverständiger, der österreichische Pharmakologe Prof. Bernhard-Michael Mayer, der sich gegen die Überreglementierung der „E-Zigarette“ aussprach. Er erhielt mehrfach Applaus von der Besuchertribüne – offenbar von Dampfer-Aktivisten –, was der Ausschussvorsitzende unterbinden musste, und erfuhr Unterstützung von der Linkspartei-Fraktion. Zwar verteufelte er das Tabakrauchen (und Verbrennungs-Automotoren), um das Dampfen in den Himmel zu loben und seine Bekämpfung gerade deshalb als unethisch zu brandmarken, weil man die angeblich bessere Alternative zum Rauch damit schwäche. Von ihm vorgebrachte Argumente allerdings lassen sich vielfach direkt auf den Tabakgenuss übertragen. Nämlich, dass „Wissenschaft verzerrt und vereinnahmt“ wird, um gegen Produkte zu hetzen, dass Aromastoffe der geschmacklichen Qualität dienen und nicht der Verführung von Kindern, dass es keine Schädlichkeit ohne Grenzwerte gibt und Prohibition noch nie funktioniert hat.

Die Tabakbekämpfung um Pötschke-Langer will „sämtliche attraktivitätssteigernden“ Stoffe bei der Zubereitung streng verbieten. Bei diesem Thema merkte selbst ein SPD-Abgeordneter an, man sollte doch auch nach der TPD 2 noch verschiedene Zigarettenmarken am Geschmack unterscheiden können. Hier sind Detailfragen der Umsetzung möglicherweise spannend im Hinblick darauf, ob irgendwann nach dem 20. Mai die Tabakprodukte nicht nur von außen monströs verunstaltet sind (Ekelbilder), sondern auch noch von innen nicht mehr schmackhaft. Man verbietet ja auch nicht das Würzen von Speisen, erboste sich Prof. Mayer im Hinblick auf die Pläne bei der E-Zigarette – bei Tabakprodukten will die TPD 2 aber genau das. Wir Raucher dürfen dann bald ein außen wie innen verschlechtertes Produkt zu uns nehmen, und dafür auch noch in Form der Tabaksteuer weiterhin in einem Maße löhnen, das die Geldstrafe für manche Straftat günstig erscheinen lässt. Und die Mitglieder des Ernährungsausschusses kassieren weiter Diäten für solche Anhörungen.

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